Motorradrennsport

Menschen tun gerne Dinge um die Wette. Daher ist es kein Wunder, dass bereits bald nach der Erfindung von Motorrad und Auto auch Wettfahrten ausgetragen wurden. Daraus entwickelte sich der heutige Auto- und Motorradrennsport.

Beliebte Klassen im Motorradrennsport

Lange Zeit galt die MotoGP-Klasse, der Grand Prix der Motorräder, als die Königsklasse im Motorradrennsport. Mittlerweile hat sich aber auch die Superbike-Weltmeisterschaft eine große Fangemeinde erworben und stellt jetzt im Motorradrennsport gewissermaßen die zweite Königsklasse dar. Der Besondere Reiz beim Superbike-Motorradrennsport liegt darin, dass hier seriennahe Motorräder zum Einsatz gelangen, an denen Modifikationen nur in einem gewissen Umfang erlaubt sind. Das bewirkt, dass sich die Kosten für das rollende Material doch in gewissen Grenzen halten und nicht nur Fahrer aus großen Rennställen vorne mitfahren können, wobei der Superbike-Sport dennoch nichts für arme Leute ist.

Der „klassische“ Motorradrennsport in der MotoGP-Klasse findet aber nach wie vor statt und hat immer noch sehr viele Anhänger. Zum Einsatz gelangen keine Serien- oder seriennahen Motorräder sondern speziell für den Motorradrennsport entwickelte Prototypen. Die Wettbewerbe finden hier in Hubraumklassen statt, welche mit 125 ccm beginnen. Die Hubraumobergrenze war früher bei 990 ccm; sie wurde aber mittlerweile auf 800 ccm heruntergesetzt, um Leistungen und Geschwindigkeiten nicht durch die ständig voranschreitende technische Entwicklung in Uferlose wachsen zu lassen. Aus dem gleichen Grund wurde in dieser Motorradrennsport-Klasse vor einigen Jahren auch der zulässige Tankinhalt verkleinert.

Auch beim Motorradrennsport mit den Superbikes gibt es Bestrebungen, die Motorleistungen und damit die gefahrenen Geschwindigkeiten zu begrenzen. Neben der allgemein im Motorradrennsport üblichen Hubraumbegrenzung und den Mindestgewichten gibt es hier eine besondere Begrenzung des Durchmessers der Ansaugluftzuführung. Diese und die Mindestgewichte können nach dem Reglement für den Motorradrennsport mit Superbikes während der Saison modifiziert werden. Auf diese Weise kann man schnell reagieren, wenn die Rennen durch gegenüber dem Vorjahr verbesserter Technik gefährlich schnell werden.

Tuningteile aus dem Motorradrennsport

Da der Motorradrennsport mit Superbikes recht verbreitet ist und auch Leute, die keine Rennen fahren, ihre Superbikes tunen, gibt es eine große Auswahl an Tuningteilen für dies Art Motorräder. Besonders verbreitet sind heutzutage Carbonteile, also Bauteile aus carbonfaserverstärktem Kunstharz, welche Bauteile aus glasfaserverstärktem Polyesterharz bei derartigen Anwendungen praktisch vollständig verdrängt haben.

Motorradrennsport-Zubehör für Superbikes gibt es im einschlägigen Fachhandel. Der Einsatz von Carbonteilen zielt vor allem auf Gewichtsersparnis ab, da Tuningteile aus carbonverstärktem Kunststoff eine hohe Festigkeit bei verhältnismäßig geringem Gewicht aufweisen. Zum Teil werden Metallteile durch Carbonteile ersetzt, was direkt Gewicht einspart. Aber auch zusätzliche Teile, die dem Schutz von Fahrer und Maschine dienen, werden aus Carbonkunststoff gemacht. Hier ist die Gewichtsersparnis sozusagen indirekt, denn die Fertigung von Kupplungsschutzdeckeln, Achsprotektoren und dergleichen aus dem leichten und doch festen Werkstoff vermindert das zusätzliche Gewicht, dass durch den Anbau dieser Teile entsteht.

Wichtig beim Kauf von Tuningteilen sind ABE und Eintragung in den Fahrzeugbrief. Speziell bei Teilen für Superbikes, die tatsächlich im Motorradrennsport mit solchen Maschinen verwendet werden, gibt es jedoch wenig Probleme: Da nur auch für die Straße zugelassene Motorräder an den Rennen teilnehmen dürfen, müssen logischerweise auch die verbauten Tuning- und Zubehörteile über eine ABE verfügen und eingetragen sein.

 

 

 

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