Carbonteile für Motorräder Carbonteile für Motorräder, genauer gesagt, Motorradteile aus carbonfaserverstärkten Kunststoffen, sind in den letzten Jahren zu einem wichtigen Anwendungsgebiet der Carbonfasertechnik geworden. Bevor es Carbonteile für Motorräder gab, wurden carbonverstärkte Kunststoffe als Werkstoff für sehr biegebelastbare stabförmige Bauteile bekannt, etwa bei Angelruten und Skistöcken. Im Fahrzeug-, vor allem auch im Motorradbau, kommt es jedoch sehr oft ebenfalls darauf an, dass ein Teil sowohl leicht ist, als aber auch über eine hohe Festigkeit verfügt. Carbonteile für Motorräder sind daher eine geradezu klassische Anwendung für Verbundwerkstoffe aus Fasern und Kunststoffen. Carbonteile für Motorräder – das Prinzip dahinter Während in früheren Zeiten die durch Glasfasern verstärkten Kunststoffe – meist Polyester-, zum Teil auch Epoxidharze – (GFK) dominierten, setzen sich heute Carbonfasern mehr und mehr durch. Carbonteile für Motorräder nutzen die klassische Wirkungsweise der durch Fasern verstärkten Verbundwerkstoffe: Der Kunststoff liefert die notwendige Druckfestigkeit, die Faser steuert die Zugfestigkeit bei. Aus der Kombination dieser beiden Festigkeitsarten entsteht die gerade für Carbonteile für Motorräder so wichtige Biege- und Knickfestigkeit. Das Prinzip bei Bauteilen aus durch Fasern verstärkten Kunststoffen, zu denen auch Carbonteile für Motorräder gehören, ist das gleiche wie bei Stahlbeton: Der druckfeste Kunststoff entspricht dem Beton und die zugfeste Carbonfaser der Eisenarmierung. Selbstverständlich sind Carbonteile für Motorräder aber nicht so schwer wie Stahlbeton. Wie Carbonteile für Motorräder hergestellt werden Wie bei Glasfasern auch, werden aus den Kohlenstofffasern Stränge gesponnen, die so genannten Rovings. Da die einzelnen Fasern sehr dünn sind, sind sie, wie Glasfasern auch, biegsam und lasen sich ähnlich wie Textilfasern verarbeiten. Die Rovings aus Kohlefasern werden entweder zu Geweben verarbeitet oder zu Kurzfasern gehackt. Wie beim Einsatz von Glasfasern auch, werden die Kurzfasern aus Carbon direkt dem flüssigen Kunststoff beigemischt, was eine rationelle Verarbeitung, zum Beispiel durch Spritzen, ermöglicht. Gewebe hingegen werden bei der Fertigung in Formen eingelegt und mit dem jeweils eingesetzten Kunstharz durchtränkt. Diese Technik ist zwar aufwändiger, liefert aber hochwertigere Ergebnisse, da die Fasern hier nach dem Verlauf der Zugbelastung ausgerichtet werden können. Beim Spritzen von faserverstärkten Kunststoffen mit Kurzfasern kommen die Fasern hingegen kreuz und quer im Material zu liegen, etwa wie beim glasfaserverstärkten Polyesterspachtel. Das ist eher eine Notlösung und nicht für hochwertige Teile geeignet. Gerade für Carbonteile für Motorräder sollte daher aufgrund der geforderten hohen Qualität die Gewebetechnik zum Einsatz gelangen. Wie praktisch alle faserverstärkten Kunststoffteile werden Carbonteile für Motorräder in Formen hergestellt. Wichtig ist dabei vor allem, dass keine Luftbläschen im Werkstoff verbleiben. Viele Hersteller saugen daher Carbonteile für Motorräder im Autoklaven ab. Bei der werkstattmäßigen Fertigung von faserverstärkten Kunstharzbauteilen ohne Autoklaven ist auf sehr sorgfältiges Auswalzen zu achten, damit die Luftbläschen restlos ausgedrückt werden. Wer sich mit dem Gedanken trägt, herkömmliche Bauteile durch Carbonteile für Motorräder zu ersetzen sollte daher sein Augenmerk nicht nur auf den Preis sondern auch auf die Qualität richten. Wichtig ist zudem, dass Carbonteile für Motorräder für das jeweilige Motorradmodell zugelassen sind, denn sehr oft ersetzen Carbonteile für Motorräder bauartgenehmigte Originalteile. Es ist also auf jeden Fall auf das Vorhandensein einer ABE zu achten und ein Eintrag der Teile vom TÜV oder einem Sachverständigen vornehmen zu lassen. |
