Die BMW S 1000RR

Die BMW S 1000RR ist das neue Flaggschiff des Münchner Motorradherstellers. Mit dieser Maschine bieten die Bayerischen Motorenwerke ambitionierten Fahrern ein Superbike der Sonderklasse. Die BMW S 1000RR wird wohl auchbei anspruchsvollen Fahrern kaum einen Wunsch offen lassen. Während BMW mit seinen Boxern zwar schon früher qualitätsmäßig Spitze war, hinkte die oberbayerische Motorradschmiede in den alten Tagen in puncto Leistung jedoch den japanischen Herstellern immer um einige Pferdestärken hinterher. Bei der BMW S 1000RR kann davon schon lange keine Rede mehr sein: Satte 147 kW holen die Müncher aus den vier Zylindern des einlitrigen Triebwerks, damit hat die BMW S 1000RR für so ziemlich alle Situationen mehr als genug Dampf hinterm Drehgriff. Die BMW S 1000RR verfügt über genügend Potential, um damit auch im Rennsport in der Superbike-Klasse vorne mitzumischen. Damit das nicht allein Sache des Werksteams bleibt, gibt es jede Menge Zubehörteile für den Rennnsporteinsatz zu kaufen, vor allen Dingen auch die heute viel eingesetzten Carbonteile.

Leistung satt

Man muss seine BMW S 1000RR jedoch nicht unbedingt mit besonderen Teilen aufmotzen um damit Spaß zu haben. Bereits im Originalzustand bietet das Motorrad Leistung satt und dazu jede Menge technische Lösungen, die vom Feinsten sind. Beispielsweise werden die 16 Ventile des Vierzylinderreihenmotors unterm Tank der BMW S 1000RR nicht über die üblichen Tassenstößel, sondern über Schlepphebel betätigt. Da diese Art der Ventilbetätigung leichter ausfällt als die bei anderen Motorrädern dieser Klasse übliche Lösung, ist der Motor der BMW S 1000RR drehzahlfester und es können schärfere Steuerzeiten für mehr Leistung verwirklicht werden. Sollten die 200 Pferde der BMW S 1000RR jemandem noch nicht so ganz ausreichen, kann er also noch die große Tuningfeile ansetzen: Laut Werksangabe soll das Triebwerk bis über 14000 1/min verkraften, die serienmäßige Höchstleistung wird bei 13000 1/min erreicht.

Auch einige für die Müncher Motorradmacher untypische Lösungen finden sich bei der BMW S 1000RR: Den altbekannten Kardan wird man vergeblich suchen, stattdessen überträgt eine Dichtringkette die Motorleistung zum Hinterrad. Auch auf die für BMW heute typische Telelever-Gabel haben die Ingenieure bei der BMW S 1000RR verzichtet. Dafür verfügt das Motorrad über eine Upside-Down-Gabel für das Vorderrad und das Hinterrad wird von einer Zweiarmschwinge im Brückenrahmen geführt, die wiederum mit einem Monocoque-Federbein verbunden ist.

Werksseitig erhältliche Extras

Außer Zubehörteilen von Fremdanbietern kann die BMW S 1000RR aber auch mit ab Werk erhältlichen Extras aufgewertet werden. Empfehlenswert ist sicher das einstellbare ABS, dass es gegen Aufpreis gibt und das nur 2,5 kg wiegt. Aber auch die ebenfalls optional erhältliche Traktionskontrolle macht bei einem Boliden wie der BMW S 1000RR durchaus Sinn: Ein durchdrehender Hinterreifen mag eine für spätpubertierende Jünglinge interessante Geruchs- und Geräuschkulisse ergeben, Leistung jedoch bringt man so nicht auf die Straße. Neben der zusätzlichen Sicherheit, die ABS und Traktionskontrolle bieten, können diese Einrichtungen auch die Reifen schonen, so dass die BMW S 1000RR nicht so oft neue Schuhe braucht, was wiederum den Geldbeutel schont, denn das Gummi für eine Rundumbesohlung eines Motorrades wie es die BMW S 1000RR darstellt ist nicht billig. Das eingesparte Geld kann man dann ja auch wieder für schöne Dinge wie Carbonteile ausgeben.

 

 

German Engineering